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Die
Statue des heidnischen Gottes Radegast
Die
Radegast-Statue gehört unantastbar zum Hauptmassiv der Mährisch-Schlesischen
Beskiden. Der ursprüngliche Stein konnte den Witterungseinflüssen
jedoch nicht stand halten und musste demontiert und neu restauriert
werden. Der erste Versuch, die Statue zu retten, unternahm im Jahre 1980
der Olmützer Bildhauer Karel Hoøínek gemeinsam mit seinem Sohn - die
Risse wurden repariert und das Innere der Statue mit Beton ausgegossen
und mit Steifen beschwert. Am 11. Juni 1982 wurde die Statue des
Radegast zurück gebracht.
Doch
diese restauratorischen Arbeiten konnten dieses einmalige Werk nicht auf
ewig retten, weswegen entschieden wurde, einen Abdruck zu schaffen. Mit
dieser Aufgabe wurde ein darauf spezialisiertes Team von Steinhauern und
Restauratoren (J. Sobek und M. Zubíèek ) unter der Leitung des
akademischen Bildhauers Miroslav Machala beauftragt.
Im
Mai 1996 wurde die ursprüngliche Statue von ihrer Stelle auf dem
Gebirgskamm entfernt. Noch im selben Jahr entschied sich die
Bierbrauerei Nošovice, in deren Logo Radegast abgebildet ist, die
Umkosten (1 Mio. Tschechische Kronen) für die Kopie zu tragen.
In
wenigen Monaten wurde aus einem 16,5 Tonnen wiegendem Quader eine Kopie
der Radegast-Skulptur gehauen, die seit dem 4. Juli 1998 an der
ursprünglichen Stelle auf dem Kamm zu Radhoš steht.
Die
alte ursprüngliche Statue des Radegast und die Statuengruppe Cyrill und
Method wurden am 5. 7. 1931 im Rahmen des slawischen Festes
beider Apostel feierlich für die Öffentlichkeit enthüllt. Diese
Veranstaltung wurde von den Vereinen "Matice Radhošská"
und "Radhoš" unter der Schirmherrschaft der
Tschechoslowakischen Regierung organisiert. Finanzielle Mittel für die
Erschaffung der Statue sammelten die tschechischen Landsleute in
Amerika.
A.
Polášek begann im Jahre 1924 mit der Arbeit an diesem Werk und in
Amerika entstanden mehrere Varianten der Radegast-Statue. Im Jahre 1930
mietete sich der Künstler das Prager Atelier von Novák und dort
entstand die heutige Gestalt des Radegast: männlicher Körper, Löwengesicht,
auf dem Kopf ein Helm mit Hörnern, in der rechten Hand das Horn der Fülle
und in der linken Hand eine Axt.
Nach diesem Modell wurden unter der Aufsicht des Künstlers in
der Gießerei Maška aus Kunststein mit eiserner Einlage zwei Statuen
abgegossen. Der zweite Abguss, den der Bildhauer ursprünglich für
seinen Garten plante, wurde später im Prager Zoo platziert.
Gleichzeitig
wurde aus Bronze die Statuengruppe der Apostel Cyrill und Method
gegossen und beide Werke im September 1930 nach einem kompliziertem
Transport auf dem Berg Radhost aufgestellt. Das Gipsoriginal der
Statuengruppe steht am Rathauseingang.
Die
restaurierte Originalstatue des Radegast wurde auf Entscheidung des
tschechischen Kulturministeriums am 3.11.1998 im Rathaus der Stadt Frenštát
aufgestellt und am 6.11.1998 feierlich enthüllt.
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