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Konstantin (Cyril) und Method Kapelle

[Pustevny]   [Kapelle]   [Radegast]   (Konstantin und Method)

 
 
Konstantin (Cyril) und Method Kapelle

Im Jahre 1881 schlug Hynek Fialka, Mitglied des Gesellschaftshauses "Obèanská beseda" in Frenštát, feierlich vor, eine Kapelle auf dem Radhoš-Gipfel zu erbauen. Die Idee wurde angenommen und ein langwieriger Realisierungsprozess konnte beginnen. Zum Anlass des Method-Milleniums weihte Papst Leon der XIII in Rom den mährischen Pilgern unter Führung des späteren Erzbischofs A. C. Stojan ein Bild von Jan Sarkander, das für die geplante Radhoš-Kapelle bestimmt war. 

Die Unkosten wurden damals auf 10000 Zl. geschätzt. Zum Vorsitzendem des Ausschusses für den Kapellenbau wurde A. Fialka gewählt. Zur Unterstützung des Baues wurde eine Sammlung organisiert, die 3500 Zl. eintrug. Im Jahre 1885 wurde der Fabrikant Emil Kostelník zum Vorsitzenden gewählt, der auf der völkerkundlichen Ausstellung in Prag das Bildoriginal "Die Walachische Madonna" von Adolf Liebscher kaufte. Mit diesem Bild unternahm er eine lange Reise durch Böhmen und Mähren, wodurch er den Restbetrag von 7500 Zl. einsammeln konnte. Der Erzbischof von Olmütz, Theodor Kohn, schenkte für den Bau der Kapelle Grundstücke in Trojanovice und übernahm auch die Patenschaft über die Kapelle. Auch der Graf aus der Herrschaft Rožnov, Rudolf Kinský, schenkte einige seiner in Dolní Beèva gelegenen Grundstücke. Aus diesem Grund sollte die Kapelle mit einer Hälfte auf der Seite von Rožnov und mit der zweiten Hälfte auf der Frenstater Seite stehen.

Am 5. 7. 1896 wurde der Grundstein der Radhost-Kapelle gelegt. Die fertiggestellte Kapelle wurde am 11. 9. 1898 durch den Olmützer Erzbischof T. Kohn eingeweiht. 

Der Architekt Skibinský entwarf den Bau der Kapelle im byzantinischen Stil - auf diese Weise sollte sie den byzantinischen Ursprung der beiden Heileigen symbolisieren. Die Kapelle wurde mit einem Konstantin-Method Altar aus Marmor von dem Bildhauer Neumann aus Kromìøíž geschmückt. Im Jahre 1904 wurde in der Kapelle der rechte Seitenaltar für das Bild der Walachischen Madonna errichtet. Heute ist das Originalwerk durch eine Kopie des Malers Otakar Pavlovský ersetzt. Im gegenüberliegenden Altar wurde das Bild "Pieta" (die Marienklage, eine Darstellung des Leichnams Christi im Schoß Marias) aufgehängt. Die Mosaiken in acht Fenstern zeigen Szenen aus dem Leben von Konstantin und Method, der hl. Hedwika, Ludmila, Václav und des Jan Nepomuk. Die Sehnsucht nach der Vereinigung der östlichen und westlichen Christen symbolisiert die Aufschrift über dem Kapelleneingang: "Liebt euch, Slawen und vereinigt euch im Glauben, welchen hier die hl. Konstantin und Method predigten". Im August 1906 besuchte der Nachfolger des Erzbischofs Kohn František Bauer Radhoš, der später auch an der Errichtung der Straße von Frenštát nach Pustevny beteiligt war. An dieser sog. "fürstlichen Straße" - "Knížecí cesta " wurde ihm zu Ehren im Jahre 1911 eine Gedenktafel enthüllt.

In den Jahren 1924 - 1926 wurde die Kapelle umfangreich rekonstruiert, da die Pflege während des ersten Weltkrieges vernachlässigt wurde und Wasser hinein drang. Die Kapelle wurde mit neuem Verputz versehen, mit Schindel bedeckt und ein neuer Glockenturm errichtet. Die Bauarbeiten leitete der Baumeister František Bayer aus Rožnov, die Zimmerarbeiten wurden durch den Zimmermeister Michal Fabián aus Zubøí durchgeführt. 

Die letzte Renovierung der Kapelle wurde im Jahre 2000 durchgeführt, als der gesamte Glockenturm restauriert wurde. Die Leitung der Restaurierungsarbeiten übernahm damals der Verein "Matice radhošská", der sich seit der Einweihung des Turmes im Jahre 1898 um dieses einzigartige Denkmal kümmert. 
 

 

 

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